Startseite » Geschichte von Crimmitschau » Crimmitschau Stadtteile und Eingemeindungen

Crimmitschau Stadtteile und Eingemeindungen

Kernstadt und Stadtteile

Crimmitschau ist aus einer Kernstadt und mehreren eingemeindeten Orten zusammengesetzt. Die heutige Stadtstruktur geht auf kommunale Veränderungen zurück, durch die sich Gemeindegrenzen und Einwohnerzahlen verschoben haben. Die Ortsteile von Crimmitschau gehören heute zu einer gemeinsamen Stadt, auch wenn sie zuvor eigenständige Gemeinden waren. Crimmitschau Kompass ist ein unabhängiger deutschsprachiger Stadtführer und keine Stadtverwaltung.

Was eine Eingemeindung bedeutet

Im deutschen Kommunalrecht bezeichnet eine Eingemeindung die Aufnahme einer Gemeinde in eine andere Kommune. Das Gebiet der aufnehmenden Gemeinde wächst; die Einwohner der eingegliederten Gemeinde werden der gemeinsamen Stadt zugerechnet. Die Gegenüberstellung zeigt die grundlegenden Veränderungen.

Gemeindegebiet und Einwohnerzahl vor und nach einer Eingemeindung
KriteriumVor der EingemeindungNach der Eingemeindung
Kommunale EinheitZwei Gemeinden bestehen selbstständig.Eine Gemeinde umfasst das Gebiet beider Gemeinden.
GemeindegebietJede Gemeinde verwaltet ihr eigenes Gebiet.Das Gemeindegebiet der aufnehmenden Kommune vergrößert sich um das eingegliederte Gebiet.
EinwohnerzahlDie Einwohnerzahlen werden für beide Gemeinden getrennt erfasst.Die gemeinsame Einwohnerzahl entspricht der Summe der zuvor getrennt erfassten Einwohner.

Die Eingemeindung verändert damit die kommunale Zuordnung, nicht automatisch den Wohnort der Menschen. Ob ein Ortsteil zusätzliche örtliche Vertretungsformen erhält, hängt von den jeweils geltenden Regelungen ab.

Lage im Pleißetal

Crimmitschau liegt im Pleißetal und umfasst neben der Kernstadt mehrere zugehörige Stadtteile. Die Gesamtfläche beträgt 61,15 km²; die acht Stadtteile sind hier übersichtlich zusammengestellt.

  • Crimmitschau: Die Kernstadt bildet zusammen mit den eingemeindeten Orten das Stadtgebiet; sie ist einer der acht aufgeführten Stadtteile.
  • Blankenhain und Frankenhausen: Beide Namen bezeichnen zugehörige Stadtteile und stehen neben der Kernstadt für die Zusammensetzung des heutigen Stadtgebiets.
  • Gablenz und Lauenhain: Diese beiden Orte gehören ebenfalls zur Stadt Crimmitschau und ergänzen die Übersicht der eingemeindeten Stadtteile.
  • Langenreinsdorf, Mannichswalde und Rudelswalde: Auch diese drei Orte sind Stadtteile Crimmitschaus; zusammen mit den zuvor genannten Orten ergibt sich die vollständige Liste.

Die Aufzählung umfasst die Kernstadt sowie sieben weitere Stadtteile.

Eingemeindungen nach Jahr

Die Crimmitschauer Stadtteile kamen nicht alle zur selben Zeit zum Stadtgebiet. Die Eingemeindungen erfolgten in mehreren zeitlich getrennten Schritten, die sich den Jahren 1950, 1994 und 1999 zuordnen lassen. Die Übersicht zeigt die jeweiligen Orte und das Jahr ihrer Eingliederung. Der Status als Große Kreisstadt begann ebenfalls 1994, ist jedoch von einer Eingemeindung zu unterscheiden.

1950

Die erste Eingemeindungswelle in der Übersicht fällt in das Jahr 1950. Zu den damals aufgenommenen Orten gehörten Frankenhausen, Gablenz, Rudelswalde und Rußdorf.

Stadtteile und Jahr ihrer Eingemeindung
StadtteilEingemeindungsjahr
Frankenhausen1950
Gablenz1950
Rudelswalde1950
Rußdorf1950
Blankenhain1994
Langenreinsdorf1994
Mannichswalde1994
Lauenhain1999

Die vier Einträge für 1950 bilden die erste der hier aufgeführten Eingemeindungswellen. Die weiteren Zusammenschlüsse folgten in den Jahren 1994 und 1999.

1994

Im Jahr 1994 wurden drei weitere Orte in Crimmitschau eingemeindet. Der 1. Oktober desselben Jahres ist zugleich für den Status der Stadt bedeutsam.

  • Blankenhain wurde 1994 eingemeindet und gehört zu den Orten, die in diesem Jahr das Crimmitschauer Stadtgebiet erweiterten.
  • Langenreinsdorf kam 1994 hinzu; seine Eingemeindung fällt in dieselbe kommunale Neuordnungsphase wie die Aufnahme der beiden anderen Orte.
  • Mannichswalde wurde ebenfalls 1994 eingemeindet und zählt damit zu den drei Orten, die in diesem Jahr zu Crimmitschau kamen.
  • Seit dem 1. Oktober 1994 ist Crimmitschau Große Kreisstadt; dieses Datum bezeichnet den Beginn des Stadtstatus, nicht eine Eingemeindung.

Die Eingemeindungen und der Statusbeginn fallen in dasselbe Jahr, bezeichnen aber unterschiedliche Veränderungen.

1999

Lauenhain wurde 1999 nach Crimmitschau eingemeindet. Damit folgte diese Eingliederung fünf Jahre nach den drei Eingemeindungen von 1994 und 49 Jahre nach der ersten hier aufgeführten Welle von 1950. Die Abstände zeigen, dass sich die Erweiterung des Stadtgebiets über mehrere Jahrzehnte erstreckte: Auf die vier Orte von 1950 folgten 1994 drei weitere, bevor Lauenhain 1999 hinzukam.

Blankenhain als bekanntester Stadtteil

Blankenhain nimmt unter den Crimmitschauer Stadtteilen eine besondere Stellung ein. Seine Bekanntheit ist eng mit Schloss Blankenhain und dem dort untergebrachten Museum verbunden. Neben diesem kulturellen Bezugspunkt prägt auch ein klar bestimmbares Jahr die Verwaltungsgeschichte des Ortes. Die beiden Aspekte zeigen, wodurch Blankenhain innerhalb Crimmitschaus hervorsticht.

Schloss und Museum

Schloss Blankenhain ist das bekannteste Bauwerk des Stadtteils und beherbergt das Deutsche Landwirtschaftsmuseum. Die Verbindung aus Schloss und Museum macht Blankenhain über die Grenzen des Ortsteils hinaus bekannt. Der Museumsname verweist auf die Landwirtschaft als zentralen Gegenstand der Einrichtung; zugleich ist das Schloss der konkrete Ort, an dem sie untergebracht ist. Damit beruht die besondere Bekanntheit Blankenhains vor allem auf diesen beiden eng miteinander verbundenen Einrichtungen.

Warum 1994 wichtig war

Im Jahr 1994 wurde Blankenhain nach Crimmitschau eingemeindet. Damit endete die Selbstständigkeit als eigene Gemeinde und der Ort wurde Teil des Crimmitschauer Stadtgebiets. Seit der Eingliederung wird Blankenhain als Stadtteil von Crimmitschau eingeordnet. Das Datum markiert somit den kommunalen Wechsel, der die heutige Zugehörigkeit begründet. Für die Ortsteilgeschichte ist 1994 deshalb der entscheidende Bezugspunkt, wenn es um den Übergang von der früheren Gemeinde zum heutigen Stadtteil geht.

Große Kreisstadt seit 1994

Der Status Große Kreisstadt ist ein wichtiges Datum der Crimmitschauer Verwaltungsgeschichte. Für seine zeitliche Einordnung ist das Jahr 1994 entscheidend: In diesem Jahr erhielt Crimmitschau den Status und erweiterte sich zugleich durch Eingemeindungen. Das sind unterschiedliche Vorgänge, auch wenn sie in dasselbe Jahr fallen. Die Unterscheidung hilft, die verwaltungsrechtliche Entwicklung neben den Veränderungen des Stadtgebiets einzuordnen.

Status und zeitliche Einordnung

Crimmitschau trägt den Status Große Kreisstadt seit dem 1. Oktober 1994. Im selben Kalenderjahr wurden Blankenhain, Langenreinsdorf und Mannichswalde eingemeindet. Statusverleihung und Eingliederungen fallen damit in dasselbe Jahr, beschreiben aber unterschiedliche Veränderungen: Der Status bezeichnet die verwaltungsrechtliche Stellung der Stadt, während Eingemeindungen die kommunale Zuordnung umliegender Orte und das Stadtgebiet betrafen. Aus der zeitlichen Nähe folgt keine Aussage, dass die Eingemeindungen den Status ausgelöst hätten oder umgekehrt. Für die Crimmitschauer Stadtgeschichte stehen 1994 somit eine Statusänderung und mehrere Gebietsänderungen nebeneinander.